Es ist erst ein paar Tage her, doch hat sich in diesen paar Tagen meine Sicht auf das Leben radikal verändert. Doch eins nach dem anderen.

 

Die Vorgeschichte: im Oktober des Jahres 2003 las ich ein Buch von der Autorin Beate Bock (ich hatte sie zuerst mit Bärbel Mohr verwechselt, genaueres lesen Sie in meiner Rezension zum Buch „Als der Zufall aus meinem Leben verschwand.“ bei Amazon.de). Und im Dezember des gleichen Jahres begann ich bei Ihr und dem Master-Coaching-Team mit dem Coaching.

In den folgenden drei Jahren machte ich sehr viele intensive Erfahrungen. Ich lernte mich auf eine Art und Weise und von Seiten kennen, die ich vielleicht gar nicht wirklich sehen wollte. Denn warum sonst verdrängen wir bestimmte Dinge? Und interessanterweise immer Dinge, die wir nicht sehen wollen? Dinge und Verhaltensmerkmale, die mit unserem sorgfältig aufgebauten und gepflegten Bild von uns selbst nicht übereinstimmen. Doch ist es unabdingbar und notwendig, dass wir uns diese Dinge genau anschauen und sie aus den Katakomben unseres Unterbewusstseins, in das wir selbst sie verdrängt haben, wieder herauszuholen.

Nun: alleine hätte ich das nie gemacht. Mein Leben war so, wie es war, gut auszuhalten, aber in mir selbst nagte etwas. Die Stimme des Zweifels. „Ist das wirklich dein Leben, so wie du es dir wünschst?“ Ich musste diese Frage verneinen. Und so (es gibt ja keine Zufälle) bin ich zu Beate Bock und dem Master-Coaching-Team geführt worden – ich wollte es so, tief in mir drin war die Bereitschaft vorhanden.

Doch war der Weg im Coaching nicht leicht. Er war einfach, denn die Wahrheit ist niemals kompliziert. Aber „einfach“ heißt nicht „leicht“. Fragen Sie einen Weltklasse-Athleten direkt während des Trainings, ob er seinen Trainer (Coach) liebt. Er wird schnaufend fluchen und auf seinen Trainer/Coach schimpfen und ihn zur Hölle wünschen (glauben sie mir, ich habe lange intensiv Sport betrieben und meinen Coach mehr als einmal genau dahin gewünscht). Aber fragen Sie genau diesen Athleten dann noch einmal, wenn er auf dem Siegerpodest steht und den Pokal siegreich in die Höhe reißt und jubelt. Nun, wie wird seine Antwort jetzt ausfallen …?

Darum geht es beim Coaching. Das Coaching bringt einen dazu, immer ein bisschen besser zu werden. Und bei mir ging es darum, immer authentischer zu werden und immer mehr auf meine Intuition zu vertrauen. Dazu gehörte es auch, mir mein gesamtes Leben anzuschauen. Und hier vor allem die Dinge, die ich in den Keller meines Unterbewusstseins verbannt hatte. Ich möchte hier nicht ins Detail gehen, aber ich hatte einiges aufzuräumen, psychisch wie physisch. In einem Kapitel von Beate Bocks neuem Buch habe ich etwas darüber geschrieben, dort können Sie es gerne nachlesen.

Nach dieser langen Schleife möchte ich nun auf den eigentlichen Inhalt dieses Beitrags kommen: Selbstverantwortung.

Wie kam ich zu Ho’oponopono?

In dem neuen und genialen Buch „Zero Limits: The Secret Hawaiian System for Wealth, Health, Peace, and More“ eines meiner Lieblingsautoren Dr. Joe Vitale las ich dann etwas über Ho’oponopono und das Thema Selbstverantwortung und ich erkannte auf einmal, was letzten Endes das Ziel meines Coaching bei Beate Bock war. ICH ÜBERNEHME FÜR ALLES IN MEINEM LEBEN DIE VOLLE VERANTWORTUNG! Nur dann ist ein wahrhaft authentisches und freies Leben wirklich möglich.

Ich übernehme also auch Verantwortung für den Krieg im Irak, für die Atomkraftwerke, für die Arbeitslosen in unserem Land etc. etc. Eben gerade sprach ich mit meiner Ex-Freundin, die Probleme mit ihrem Chef hat. Sobald es mir zu Bewusstsein kommt, übernehme ich auch dafür die Verantwortung. Denn eines muss uns klar sein: bei allen Problemen, die uns tagtäglich (und manche immer wieder) begegnen, gibt es auf jeden Fall immer EINE Konstante: wer ist immer anwesend? Ja klar: ICH. Bei jedem Problem, das sich mir in den Weg stellt, bin ICH immer zugegen, also muss ich MICH verändern, um diese Probleme nicht mehr zu haben. Nicht der andere, der vielleicht (augenscheinlich) Teil des Problems ist, muss sich ändern. Nein, ICH muss mich ändern, wenn ich das Problem lösen und die Situation ändern will. (Kleiner Hinweis für Therapeuten, die vielleicht immer noch denken, dass Ihre Patienten und Klienten die Probleme haben und sie nur dazu da sind, ihnen bei der Problemlösung zu helfen. Nein, immer wenn ein Patient oder Klient mit einem Problem kommt, kommt es in Ihren Bewusstseinsbereich und wird damit zu einem Teil Ihrer Erfahrung und damit auch zu etwas, dass Sie lösen müssen. Natürlich nur, wenn Sie die Verantwortung zu 100% übernehmen wollen. Die Wahl haben wir immer 😉 )

Doch was mache ich dann? Nun, hier muss ich versuchen, dieses Weltbild in einfach verständliche Worte zu packen. Bitte verzeiht mir, wenn das auf Anhieb nicht klappt, aber es ist auch wirklich sehr abgehoben und auf einer extrem hohen spirituellen Flughöhe, also bitte verzeiht mir anfänglich ein paar holperige Textpassagen. Ich werde diesen Artikel immer weiter überarbeiten, bis er mir dann irgendwann gefällt und er lesbar und verständlich geworden ist. (Also bitte nutzt die Kommentar-Funktion und sagt mir, was ihr nicht versteht 😉 )

Die bestechende Einfachheit des Ho’oponopono-Prozesses

Also, was kann ich tun, wenn ich mich entschlossen habe, die volle Verantwortung zu übernehmen? Ein altes Sprichwort sagt: „Ein jeder kehr‘ vor seiner Tür, da hat er Dreck genug dafür.“ (Ja, Volkesmund tut Wahrheit kund.) Ich selbst muss also bei mir mit der Reinigung anfangen. Und wie mache ich das? Hier greife ich auf das Mittel zurück, dass mir im obigen Buch geraten wurde. Es geht darum, vier einfache Sätze immer und immer wieder zu wiederholen. Also denke ich an das, was mir widerfahren ist und was mich aufregt, ärgert etc. und dann wiederhole ich folgende Sätze:

  1. Es tut mir leid.
  2. Bitte vergib‘ mir.
  3. Ich danke dir.
  4. Ich liebe dich.

Wuaaaaaaaaaaaaahh! Und das soll ich sagen, wenn ich an Krieg, Mord, Vergewaltigung oder den alten Opa vor mir an der Käsetheke denke, der schon seit 20 Minuten nicht weiß, für welche Käsesorte er sich entscheiden soll? Oder meinen Chef, den unfähigen Trottel? Oder den Typen, der mir heute morgen die Vorfahrt genommen hat?

? ? ?

Antwort: JA!

Und warum? Nun, verlassen wir einmal diese irdischen Gefilde hier und begeben wir uns mal in die Höhen des Geistes (*Bla, bla, bla*) OK, ich höre ja schon auf mit dem Gesülze. Aber mal im Ernst. Es ist jetzt notwendig, dass ihr mal das Konzept der Reinkarnation als gegeben annehmt. Also stellt euch nur einmal vor, dass dieses Konzept korrekt ist und das wir verschiedene Leben zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten gelebt haben und leben. Nur einmal angenommen. Dann nehmen wir noch an, dass es ein Gesetz gibt, das sich „Karma“ nennt: das Gesetz von Ursache und Wirkung. Dieses Gesetz soll universell gelten. Also wenn ich etwas Böses tue, wird sich das auf mich auswirken; in diesem oder in einem nächsten Leben (gilt natürlich auch für alles Gute, was ich tue.) Und als weiteres Konzept (damit das mit der Reinkarnation Sinn macht) stellen wir uns vor, dass alles im Leben (und in den verschiedenen Leben) einen Sinn hat. Und der Haupt-Sinn besteht darin, dass wir lernen und dass wir uns zu dem entwickeln, dass wir in verschiedenen Sprachen dieser Welt „Gott“ nennen. Also, das Konzept besagt, dass wir verschiedene Leben leben, um aus den Fehlern zu lernen und um uns immer mehr unserer eigenen Gottesnatur anzunähern, bis wir eines Tages zu Gott geworden sind. Punkt. Ende der Reinkarnations-Schleife. (Die Grundzüge dieser Denkweise habe ich von der Spirituellen Lehrerin Chris Griscom. Als ich in ihrem Buch „Die Heilung der Gefühle – Angst ist eine Lüge“ im Jahr 1992 das erste Mal davon gelesen habe, habe ich dieses Wissen als „zu spirituell hochstehend“ empfunden. Mittlerweile weiß ich, dass es einfach SO IST.)

Also: ist dieses Konzept so einigermaßen angekommen? Wie gesagt, nehmt es nur kurzfristig an und testet es einmal für euch aus. Ihr könnt es später in Bausch und Bogen verdammen und es vierteilen, pfählen und wenn es sein muss, auch an ein Brett nageln und kreuzigen (wäre ja nicht das erste Mal *grins*).

Ansatz einer Erklärung der Wirkungsweise von Ho’oponopono (basiert auf meiner eigenen Erfahrung, nicht wissenschaftlich evident 😉

Was bewirken nun diese oben genannten vier einfachen Sätze? Ich versuche das jetzt mal in unser vorgestelltes Konzept zu packen:

1. Es tut mir leid.
Hiermit übernehme ich die Verantwortung dafür, dass derjenige,  der mir gerade ein Dorn im Auge ist, das ganze nur macht, um mir etwas beizubringen. Irgend etwas soll ich durch sein mieses Verhalten lernen. Er „spielt“ das Ganze nur, um mir etwas beizubringen. Es geht ihm dadurch ja auch nicht gut, da er ja dadurch mieses Karma auf sein Reinkarnations-Konto lädt. Und deshalb entschuldige ich mich und sage, dass es mir leid tut.

2. Bitte vergib‘ mir (Bitte verzeihe mir).
Wenn ich sage, dass es mir leid tut, empfinde ich das Gefühl der Reue. Wenn ich denjenigen aktiv (wenn auch nur im Geiste) „anspreche“, gehe ich in eine Interaktion und öffne mich seiner Reaktion. Ich bitte ihn um Vergebung bzw. Verzeihung. Damit zeige ich Demut und überlasse mich seiner Hand.

3. Ich danke dir.
Derjenige muss mir noch nicht einmal verzeihen. Alleine schon, weil er mir durch sein (mieses) Verhalten etwas klar gemacht hat (mir den Spiegel vorgehalten hat), hat er mir etwas beigebracht und dadurch Karma auf sich geladen. Dafür bin ich ihm dankbar.

4. Ich liebe dich.
Das zu jemandem (wenn auch nur geistig) zu sagen, denn ich am liebsten auf den Mond schießen möchte, ist wohl die größte Kröte, die ich so schlucken kann. ABER: Die Energie der Liebe ist die stärkste Kraft im Universum und sie kann alles bewirken. Wenn ich durch die Reue, Verzeihung und Dankbarkeit hindurchgegangen bin, kann ich auch lieben. Und mit der Liebe löse ich alle negativen Verbindungen, die mich an jemanden oder etwas binden, einfach auf. Das Gefühl der Liebe, diese Urkraft des Universums, löst alles Negative auf. Wir brauchen das Negative im Leben, um das Gute erkennen zu können. Wir leben in einer polaren Welt, damit wir lernen, uns zu entscheiden. Und wir können uns zu jeder Zeit, und seien wir auch noch so alt, für die Liebe entscheiden.
(Update: in einem Vortrag erkläre ich diese vier Schritte noch einmal ausführlicher, siehe hier: http://blog.mind-magic.net/hooponopono/hooponopono-vortrag-in-stromberg/2010-03 – im Vortrag so ca. ab Minute 25:00)

Und wer mich kennt und bis hierhin gelesen hat, weiß, dass ich kein salbungsvoller Mensch bin (oder vielleicht doch, so tief innen drin …) Doch was ich erlebt habe, seit ich aktiv den ganzen Tag über, immer wenn ich mich über irgend etwas ärgere oder vor irgend etwas Angst habe, diese vier Sätze sage, ist wirklich bombastisch. Aber das ist eine andere Geschichte.

So, ich hoffe, ich konnte zumindest einen Teil von dem rüberbringen, was ich gerade erlebe. Ich werde wie gesagt, diesen Artikel hier überarbeiten und noch besser in Form bringen. Helft mir mit eueren Kommentaren, damit ich weiß, was euch noch nicht klar ist.

Vielen Dank.

Galahad

Dr.  Len und “Galahad” auf dem Ho’oponopono-Seminar in Köln am 22.10.07

(Dr. Len und „Galahad“ auf dem Ho’oponopono-Seminar in Köln am 22.10.07,
auf das Bild klicken für größere Ansicht)

P.S.: in der Blogroll findet Ihr noch Links auf die Seiten von Beate Bock, meiner Lehrerin, der ich soviel (z. B. auch die praktische „Unterfütterung“ dieses Weltanschauungsgerüst) zu verdanken habe,  und Ho’oponopono, der Hawaiianischen Methode, auf der die vier oben genannten Sätze basieren und zu Bärbel Mohrs Website, die Ho’oponopono auch sehr weiter empfiehlt.

UPDATE 2010: Es besteht auch jetzt die Möglichkeit, eine Ho’oponopono-Sitzung bei einem Ho’oponopono-Berater zu buchen. Angeboten wird es in Deutsch oder Englisch. Weitere Informationen unter der Website www.hooponopono-berater.de .

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